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Abstract

Vitamin D in der frauenärztlichen Praxis
Vitamin D in gynecological practice

Die Forschung der letzten beiden Jahrzehnte hat aus dem unscheinbaren Knochen-Vitamin-D das mächtige Vitamin D gemacht. Dabei ist es gleich zu mehreren Paradigmenwechseln gekommen: 1. Es ist gar kein Vitamin, das wir essen müssen, sondern ein Hormon, das wir selbst mithilfe der UVB-Strahlung der Sonne in unserer Haut herstellen können. 2. Nahezu alle Zellen verfügen über Rezeptoren für dieses Hormon. 3. Daher ist das Vitamin D nicht nur für den Knochenstoffwechsel, sondern auch für zahlreiche weitere Stoffwechselprozesse in unserem Körper zuständig. 4. Vitamin D ist Bestandteil der Barker-Hypothese über die Entstehung chronischer Erkrankungen und der epigenetischen Steuerung der Zellen. 5. Damit wiederum ist das Vitamin D in Abhängigkeit von seiner Verfügbarkeit in unserem Körper an der Entstehung und dem Verlauf nahezu aller chronischen Krankheiten beteiligt. 6. Wie aktuelle Studien zeigen, haben nicht nur Säuglinge, sondern nahezu alle Menschen in unserem Land einen (lebensstilbedingten) Mangel an Vitamin D – insbesondere in den Wintermonaten. 7. Ein Vitamin-D-Mangel hat somit eine ganz erhebliche Bedeutung für unsere Gesundheit und damit auch für die Kosten in unserem Gesundheitssystem. Die Beachtung, die Vitamin D inzwischen gefunden hat, ist somit kein vorübergehender Hype, sondern bietet die Chance, die Epidemie der chronischen Krankheiten wenigstens ein Stück weit zu reduzieren. Den frauenärzt-lichen Praxen kommt dabei aufgrund ihres Versorgungsauftrags eine zentrale Bedeutung zu.

Jörg Spitz
Akademie für menschliche Medizin GmbH, Schlangenbad
Reviewer: Florian Barvencik, Hamburg,
und Volker Ziller, Marburg

Spitz J. Vitamin D ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2018; 14(1): 14–34 publiziert 31.3.2018 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2018 ISSN 1614-8533